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Staatliches Berufsbildendes Schulzentrum 98646 Hildburghausen


 
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KLASSE-Projekt
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Projekt "Klasse"am SBZ Hildburghausen
Fachbereich Gastronomie

Zum wiederholten Mal beteiligt sich aus unserer Berufsschule eine Klasse an diesem Projekt. Das erste Lehrjahr Gastronomie hat sich aber vorgenommen, über den gesamten Ausbildungszeitraum, das heißt 3 Jahre lang, mit diesem Projekt zu arbeiten.

Bei dem Einführungsgespräch und der anschließenden Diskussion wurden die Schwerpunkte, wie Kennenlernen der Tageszeitung "Freies Wort", inhaltliche Arbeit mit der Presse im Unterricht, Vertiefen der Kenntnisse über die Region und damit auch den Standort der Ausbildungsbetriebe. Ziel ist ein besseres Verständnis des Lernumfeldes der einzelnen Auszubildenden. Somit soll ein gestärktes Team als Klassenverband erreicht werden.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Diskussion der Auszubildenden lag in ihrem Interesse, mit Hilfe der Zeitung auch Zeitgeschichte, hauptsächlich das Geschehen in der DDR, näher unter die Lupe zu nehmen und mehr über bestimmte Dinge zu erfahren und darüber diskutieren zu können.

Das Projekt "Klasse" ist nicht nur für Schüler und Auszubildende, sondern auch für Lehrer unserer Schule ein hervorragendes Arbeitsmittel in der Hand, mit dem man aktuell in vielen Bereichen der Berufsausbildung bestens arbeiten kann. Deshalb empfehlen wir es weiter!

Andreas Florschütz, Klassenleiter der Klasse Ga 07

Freies Wort + Agentur für Arbeit + Meerarbeit + Berufsschule = "Klasse"-Projekt 

oder

Lesen, Lernen und Arbeiten = Die Welt sehen und erleben

Zwei Gleichungen, mit denen wir jetzt im SBZ Hildburghausen gearbeitet haben! Wir, die Klasse Ga 07 aus dem Bereich Gastronomie nehmen am "Klasse"-Projekt teil. In diesem Zusammenhang haben wir am 31. Januar 2008 im Unterricht mal was anderes gemacht, als unseren Lehrplan vom 1. Lehrjahr zu erfüllen – wir haben jetzt schon, mehr als 2 Jahre vor Ende unserer Ausbildung einen Ausblick auf unsere Berufschancen und Einsatzmöglichkeiten gewagt.

Was muss man können und leisten, welche Voraussetzungen muss man mitbringen, um als Facharbeiter in einem Gastronomieberuf die Welt kennen zu lernen? Dazu befragten wir einen ehemaligen Schüler unserer Schule, der heute bei der Peter–Deilmann-Reederei (Betreiber der "Traumschiffe") als Bordoffizier angestellt ist – Holger Jakob. Gemeinsam mit seiner Kollegin und Freundin Kristin besuchte er unsere Klasse und wir hatten 3 Stunden Zeit, um unsere Neugierde zu befriedigen: Welche Schiffe stehen im Dienst der Reederei; auf welchen Meeren und Flüssen sind sie unterwegs; wie alt muss man sein, um anheuern zu können; kann man einfach von Bord gehen, wenn es einem schlecht geht oder man keine Lust mehr hat; wie viele Sprachen muss man beherrschen; wie sieht es mit der Kleiderordnung aus; was kann man verdienen; welche Aufstiegschancen hat man und wie wird man mit der Sehnsucht nach Familie, Haus, Hof und Hund fertig?

Diese Fragen und noch viele mehr beantworteten uns die beiden chic uniformierten „Seefahrer“, die übrigens ganz schön Eindruck auf unsere Mitschüler am SBZ machten, als sie mit ihrer Bord-Dienstkleidung durchs Haus gingen.

Um uns dies zu ermöglichen, hat sich unser Klassenleiter Herr Florschütz ganz schön ins Zeug gelegt: Absprachen mit dem „Freien Wort“ wegen des "Klasse"-Projekt, der Agentur für Arbeit wegen der Möglichkeit, uns Berufschancen zu verdeutlichen und letztendlich seinen ehemaligen Schüler Holger einzuladen.

An dieser Stelle bedanken wir uns bei Herrn Florschütz vom SBZ Hildburghausen, bei Frau Trenschka, Frau Habermann und Herrn Schalling vom „Freien Wort“, bei Frau Koberstein von der Agentur für Arbeit und ganz besonders bei Holger und Kristin, die uns 3 Stunden ihrer wenig bemessenen Freizeit geopfert haben.

Die Auszubildenden der Klasse Ga 07 vom SBZ Hildburghausen

 

Interview mit Kristin und Holger

Kristin Kürschner, Hotelfachfrau aus Suhl, absolvierte von März bis Oktober 2007 ihre erste Saison als Hotelfachfrau auf der MS „Dresden“. Holger Jakob, Hotelfachmann aus Neustadt am Rennsteig, fuhr in der letzten Saison auf der MS „Frederic Chopin“. Nun genießen sie 4 Monate Urlaub, bevor es wieder auf eine achtmonatige Reise geht.

Wir führten mit ihnen folgendes Interview:

Uns Mädchen der Klasse Ga 07 interessiert vor allem: "Wie sieht das eigentlich mit der Kleidung, der Kosmetik – also mit der Schönheit auf dem Schiff aus?"

Kristin: "Generell ist das Auftreten und damit die Sauberkeit und Hygiene mit das Wichtigste. Frauen müssen natürlich darauf achten, dass sie ihre Hygieneartikel auf Vorrat an Land kaufen."

Ga 07: "Vertragen sich eigentlich mehrere Kolleginnen in einer Kabine auf Dauer?"

Kristin: "Ja, das funktioniert automatisch, denn man wird auf so einem Schiff wie in einer Familie aufgenommen. Da die Kabinen für das Personal nur 8 bis 12 Quadratmeter groß sind und sich in einer Kabine bis zu 3 Kolleginnen arrangieren müssen, klappt das wie in einer Wohngemeinschaft."

Ga 07: "Wie sieht es mit dem Kontakt zu Familie und Freunden aus?"

Kristin und Holger: "In den ersten Wochen fehlt einem natürlich was, aber durch die Menge an Arbeit wird das erstmal verdrängt. Nach einiger Zeit hat man sich an den Ablauf gewöhnt und findet dann auch die Zeit für Familie und Freunde – zum telefonieren."

Ga 07: "Ihr ward in der vergangenen Saison auf getrennten Schiffen, aber schon befreundet, wie war das für Euch?"

Kristin und Holger: "Wir trafen uns alle 14 Tage in Dresden, als unsere Schiffe sich begegneten. Es war eine schwere Zeit für uns, aber die Arbeit half uns darüber hinweg und natürlich die Vorfreude auf die gemeinsame lange Urlaubszeit."

Ga 07: "Kommende Saison wollt Ihr zusammen auf ein Schiff, die "MS Season" – bekommt Ihr da eine gemeinsame Kabine?"

Kristin und Holger: "Normalerweise geht es bei der Unterbringung getrennt zu, aber die Reederei macht bei festen Partnerschaften auch schon mal Ausnahmen. Also werden wir mal sehen, wie es uns ergehen wird."

Ga 07: "Wir wünschen Euch für die kommende Saison auf der Seine quer durch Frankreich mit Baguette und Cidre beruflich viel Erfolg und für Eure Partnerschaft alles Gute.

(Das Interview führten Katharine, Susanne, Teresa, Sarah und Nadine)

Statements einiger Schüler

Susanne Koch:

Das Projekt "Klasse" ist für uns eine tolle Abwechslung im Unterricht und wir erfahren mehr über die Region und alles, was hier so passiert.

Stefanie Ulrich:

Ich kann mir vorstellen, dass durch dieses Projekt unsere Klasse noch besser zusammenwächst und dass wir noch mehr über unseren zukünftigen Beruf erfahren.

Bianca Krapp und Jennifer Augustin:

Wir erwarten, dass wir die Erfahrungen aus diesem Projekt im späteren Leben umsetzen können.

 

 
       

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