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Projekt "Klasse"am SBZ Hildburghausen
Fachbereich Gastronomie
Zum wiederholten Mal beteiligt sich aus unserer
Berufsschule eine Klasse an diesem Projekt. Das erste Lehrjahr Gastronomie
hat sich aber vorgenommen, über den gesamten Ausbildungszeitraum, das heißt
3 Jahre lang, mit diesem Projekt zu arbeiten.
Bei dem Einführungsgespräch und der anschließenden
Diskussion wurden die Schwerpunkte, wie Kennenlernen der Tageszeitung
"Freies Wort", inhaltliche Arbeit mit der Presse im Unterricht,
Vertiefen der Kenntnisse über die Region und damit auch den Standort der
Ausbildungsbetriebe. Ziel ist ein besseres Verständnis des Lernumfeldes
der einzelnen Auszubildenden. Somit soll ein gestärktes Team als
Klassenverband erreicht werden.
Ein weiterer Schwerpunkt in der Diskussion der
Auszubildenden lag in ihrem Interesse, mit Hilfe der Zeitung auch
Zeitgeschichte, hauptsächlich das Geschehen in der DDR, näher unter die
Lupe zu nehmen und mehr über bestimmte Dinge zu erfahren und darüber
diskutieren zu können.
Das Projekt "Klasse" ist nicht nur für Schüler
und Auszubildende, sondern auch für Lehrer unserer Schule ein
hervorragendes Arbeitsmittel in der Hand, mit dem man aktuell in vielen
Bereichen der Berufsausbildung bestens arbeiten kann. Deshalb empfehlen
wir es weiter!
Andreas Florschütz, Klassenleiter der Klasse Ga 07

Freies Wort + Agentur für Arbeit
+ Meerarbeit + Berufsschule = "Klasse"-Projekt
oder
Lesen, Lernen und Arbeiten = Die
Welt sehen und erleben
Zwei Gleichungen, mit denen wir jetzt im SBZ
Hildburghausen gearbeitet haben! Wir, die Klasse Ga 07 aus dem Bereich
Gastronomie nehmen am "Klasse"-Projekt teil. In diesem
Zusammenhang haben wir am 31. Januar 2008 im Unterricht mal was anderes
gemacht, als unseren Lehrplan vom 1. Lehrjahr zu erfüllen – wir haben
jetzt schon, mehr als 2 Jahre vor Ende unserer Ausbildung einen Ausblick
auf unsere Berufschancen und Einsatzmöglichkeiten gewagt.
Was muss man können und leisten, welche
Voraussetzungen muss man mitbringen, um als Facharbeiter in einem
Gastronomieberuf die Welt
kennen zu lernen? Dazu befragten wir einen ehemaligen Schüler unserer
Schule, der heute bei der Peter–Deilmann-Reederei (Betreiber der "Traumschiffe")
als Bordoffizier angestellt ist
– Holger Jakob. Gemeinsam mit seiner Kollegin und Freundin Kristin
besuchte er unsere Klasse und wir hatten 3 Stunden Zeit, um unsere
Neugierde zu befriedigen: Welche Schiffe stehen im Dienst der Reederei;
auf welchen Meeren und Flüssen sind sie unterwegs; wie alt muss man sein,
um anheuern zu können; kann man einfach von Bord gehen, wenn es einem
schlecht geht oder man keine Lust mehr hat; wie viele Sprachen muss man
beherrschen; wie sieht es mit der Kleiderordnung aus; was kann man
verdienen; welche Aufstiegschancen hat man und wie wird man mit der
Sehnsucht nach Familie, Haus, Hof und Hund fertig?
Diese Fragen und noch viele mehr beantworteten uns
die beiden chic uniformierten „Seefahrer“, die übrigens ganz schön
Eindruck auf unsere Mitschüler am SBZ machten, als sie mit ihrer
Bord-Dienstkleidung durchs Haus gingen.
Um uns dies zu ermöglichen, hat sich unser
Klassenleiter Herr Florschütz ganz schön ins Zeug gelegt: Absprachen mit
dem „Freien Wort“ wegen des "Klasse"-Projekt, der Agentur für
Arbeit wegen der Möglichkeit, uns Berufschancen zu verdeutlichen und
letztendlich seinen ehemaligen Schüler Holger einzuladen.
An dieser Stelle bedanken wir uns bei Herrn Florschütz
vom SBZ Hildburghausen, bei Frau Trenschka, Frau Habermann und Herrn
Schalling vom „Freien Wort“, bei Frau Koberstein von der Agentur für
Arbeit und ganz besonders bei Holger und Kristin, die uns 3 Stunden ihrer
wenig bemessenen Freizeit geopfert haben.
Die Auszubildenden der Klasse Ga 07 vom SBZ Hildburghausen



Interview mit Kristin und Holger
Kristin Kürschner, Hotelfachfrau aus Suhl,
absolvierte von März bis Oktober 2007 ihre erste Saison als Hotelfachfrau
auf der MS „Dresden“. Holger Jakob, Hotelfachmann aus Neustadt am
Rennsteig, fuhr in der letzten Saison auf der MS „Frederic Chopin“.
Nun genießen sie 4 Monate Urlaub, bevor es wieder auf eine achtmonatige
Reise geht.
Wir führten mit ihnen folgendes Interview:
Uns Mädchen der Klasse Ga 07 interessiert vor allem:
"Wie sieht das eigentlich mit der Kleidung, der Kosmetik – also mit
der Schönheit auf dem Schiff aus?"
Kristin: "Generell ist das Auftreten und damit die
Sauberkeit und Hygiene mit das Wichtigste. Frauen müssen natürlich
darauf achten, dass sie ihre Hygieneartikel auf Vorrat an Land kaufen."
Ga 07: "Vertragen sich eigentlich mehrere
Kolleginnen in einer Kabine auf Dauer?"
Kristin: "Ja, das funktioniert automatisch, denn
man wird auf so einem Schiff wie in einer Familie aufgenommen. Da die
Kabinen für das Personal nur 8 bis 12 Quadratmeter groß sind und sich in
einer Kabine bis zu 3 Kolleginnen arrangieren müssen, klappt das wie in
einer Wohngemeinschaft."
Ga 07: "Wie sieht es mit dem Kontakt zu Familie und
Freunden aus?"
Kristin und Holger: "In den ersten Wochen fehlt
einem natürlich was, aber durch die Menge an Arbeit wird das erstmal
verdrängt. Nach einiger Zeit hat man sich an den Ablauf gewöhnt und
findet dann auch die Zeit für Familie und Freunde – zum telefonieren."
Ga 07: "Ihr ward in der vergangenen Saison auf
getrennten Schiffen, aber schon befreundet, wie war das für Euch?"
Kristin und Holger: "Wir trafen uns alle 14 Tage in
Dresden, als unsere Schiffe sich begegneten. Es war eine schwere Zeit für
uns, aber die Arbeit half uns darüber hinweg und natürlich die Vorfreude
auf die gemeinsame lange Urlaubszeit."
Ga 07: "Kommende Saison wollt Ihr zusammen auf ein
Schiff, die "MS Season" – bekommt Ihr da eine gemeinsame Kabine?"
Kristin und Holger: "Normalerweise geht es bei der
Unterbringung getrennt zu, aber die Reederei macht bei festen
Partnerschaften auch schon mal Ausnahmen. Also werden wir mal sehen, wie
es uns ergehen wird."
Ga 07: "Wir wünschen Euch für die kommende Saison auf der Seine quer durch Frankreich mit Baguette und Cidre beruflich viel Erfolg
und für Eure Partnerschaft alles Gute.
(Das Interview führten Katharine, Susanne, Teresa,
Sarah und Nadine)
Statements einiger Schüler

Susanne Koch:
Das Projekt "Klasse" ist für uns eine
tolle Abwechslung im Unterricht und wir erfahren mehr über die Region und
alles, was hier so passiert.

Stefanie Ulrich:
Ich kann mir vorstellen, dass durch dieses Projekt unsere Klasse noch
besser zusammenwächst und dass wir noch mehr über unseren zukünftigen
Beruf erfahren.

Bianca Krapp und Jennifer Augustin:
Wir erwarten, dass wir die Erfahrungen aus diesem Projekt im späteren
Leben umsetzen können.


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