Die geschichtliche
Entwicklung
Die Gründung
der Höheren Fachschule für Maschinenbau in Sondershausen war nicht vom
Glück begünstigt. Die geringe Unterstützung von Seiten der Stadt
Sondershausen, die Protektion des Herzogs von Meiningen und das großzügige
Angebot der Stadt Hildburghausen veranlassten den Gründer, Direktor
Ingenieur Harmsen Wilhelm Rathke, mit 37 Schülern am 1. Okt. 1878 das
Technikum in Hildburghausen zu eröffnen. Durch den Oberbürgermeister
Regierungsrat Trinks fand am 3. Jan. 1879 die offizielle Eröffnung statt.
In dem später
als "altes Technikum" bezeichneten Gebäude befanden sich außer
dem Technikum selbst das Postamt, die Wohnung des Postdirektors und das
Karthographische Institut von H. Peters. Es war nach anfänglichen
Schwierigkeiten eine stetige Steigerung der Schülerzahl festzustellen (WS
1895 = 876 Schüler).
Rathke
fasste deshalb die Planung für ein neues großes Gebäude ins Auge. Im Frühjahr
1896 begann man mit dem Bau des "Neuen Technikums" in der
Helenenstraße. Am 9. Mai 1896 wurde eine Gedenktafel anlässlich des 100.
Geburtstages von Josef Meyers am alten Technikum angebracht.
Am 21.
November 1899 verstarb der Gründer des Technikums.

Im
Sommersemester 1924 wurde die in Weimar angeordnete Umwandlung des
Technikums in eine Höhere Technische Lehranstalt mit Aufnahmebedingung
mittlere Reife durchgeführt.
1928
erfolgte die Einweihung der Gedächtnisbrücke. Mit dem 1. April 1936
wurde die Studienzeit auf 5 Semester herabgesetzt.

Am 29.
November 1938 wurde die Schule umbenannt in "Staatliche
Ingenieurschule - Fachschule für Maschinenbau und Elektrotechnik".
In den Jahren 1939 und 1940 entstanden neue Laboratorien für
Elektrotechnik mit Unterrichts- und Sammlungsräumen, moderne
Toilettenanlagen und eine große Aula mit Parkettfußboden.
Am 1. April
1943 wurde laut Ministeriumsbeschluss für die Dauer des Krieges die
Schließung vorgenommen. Am 1. Oktober 1945 konnte wieder mit dem
Unterricht begonnen werden. Im Januar 1946 wurde die Anstalt durch die
Besatzungsmacht endgültig geschlossen.
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